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Der Palast von Knossos: Antike Ruinen auf Kreta

Palast Knossos

Weltbekannt und einzigartig: Die Ruinen des minoischen Palastes von Knossos. Minoer, die älteste europäische Hochkultur, haben diesen Palast, ca. 5 Kilometer südlich von Heraklion erbaut.

Die Minoer

Um 2100 v.Chr. nahm die Bevölkerung Kretas zu, Ortschaften wurden größer, die Minoer begannen Paläste zu bauen. Bis ca. 1500 v. Chr. verfügten die Minoer über eine der stärksten und gefürchtetsten Flotten des Mittelmeeres. Die wichtigsten Seehäfen von Knossos befanden sich in Amnisos und an der Stelle des späteren Heraklion.

Der Palast der Minoer in Knossos

alte Strasse auf dem Palastgelände Der größte und bedeutendste Palast der Minoer befand sich in Knossos. Die Ruinen, die heute noch besucht werden können, stammen vom "neuen" Palast. Denn der "alte" Palast an gleicher Stelle wurde von einem Erdbeben zerstört und später größer und prächtiger (eben "neu") wiederaufgebaut.

Knossos Geschätzte 1300 Räume groß war der Palast von Knossos und bis zu 5 Stockwerke hoch. Die umbaute Fläche betrug ca. 21.000 qm. Eine Befestigungsmauer um den Palast wurde anscheinend nie benötigt. Im Inneren war der Palast von Knossos reich geschmückt, insbesondere die Treppenhäuser und die schmalen Gänge waren prächtig verziert. Auffallend ist die labyrinthische Verwinkelung der Korridore des Palastes.

Im Palast wurden auch die Steuereinnahmen aufbewahrt. Die Insel war vergleichsweise reich, es mangelte nicht an Honig, Olivenöl, Getreide u.a. die in Pithoi (antike Tonkrüge) in den Vorratskammern des Palasts gesammelt wurden.

Besonders bemerkenswert ist, dass der Palast ausgestattet war mit fließend Wasser: Wohnräume wurden über eine Warmwaserheizung beheizt. In den Badezimmern waren Sitzbadewannen und Klosetts mit Wasserspülung installiert. Jeder Regentropfen wurde aufgefangen und in Zisternen gesammelt.

Die Sage des Minotaurus

alte Grundmauern des PalastesPoseidon schenkte Minos dem König der Minoer einen herrlichen weißen Stier, den er Zeus opfern sollte. Minos gefiel das Tier jedoch so gut, dass er ersatzweise einen anderen Stier opfern ließ um das prächtige Geschenk Poseidons behalten zu können. Zeus war darüber mächtig erzürnt und fädelte ein, dass Minos Frau ein menschenfressendes Ungeheur, halb Mensch halb Stier, gebar: den Minotaurus.

Minos ließ den Minotaurus im sagenhaften Labyrinth einsperren und opferte jährlich 7 Jünglinge und 7 Jungfrauen dem Minotaurus. Die Jünglinge und Jungfrauen kamen natürlich nicht aus Kreta, sondern von den Athenern. Ein junger Athener namens Theseus verdingte sich freiwillig als zu opfernder Jüngling - ihm gelang es mithilfe des magischen Wollknäul des Daidalos den Minotaurus zu töten und wieder seinen Weg aus dem Labyrinth heraus zu finden. Nach der vollbrachten Heldentat floh Theseus mit Minos’ Tochter Ariadne nach Naxos.